MICHAEL QUAST LIEST
E.T.A. Hoffmann:
Der goldne Topf

Begleitung: Bruno Kliegl, Glasharmonika

„Der goldne Topf“, E.T.A. Hoffmanns 1814 erschienener Märchenroman, gilt als Höhepunkt romantischer Erzählkunst. Virtuos spielt er mit den Ebenen einer phantastischen Traumwelt und einer bürgerlich-spießigen Realität. Der Weg des Studenten Anselmus von Dresden nach Atlantis wird phantasievoll-humoristisch erzählt und zugleich ironisch reflektiert.
In der Interpretation von Michael Quast und Bruno Kliegl erscheint „Der goldne Topf“ als unübertroffener Vorläufer moderner Fantasy-Literatur wie „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“.

Bruno Kliegl ist einer der wenigen Glasharmonikaspieler Europas. Er studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Augsburg und gab als Solist Improvisationskonzerte am Klavier. Seit 1995 tritt Bruno Kliegl als Glasinstrumentalist auf. Er spielt sowohl das historische Gläserspiel (in England bekannt als Musical Glasses) als auch die von Benjamin Franklin um 1760 entwickelte Glasharmonika. Seither widmet er sich der Aufgabe, die Originalliteratur für Glasinstrumente wiederzubeleben, er wirkte aber auch bei zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen mit. In der Richard Strauss-Oper “Frau ohne Schatten” gastierte er als Glasharmonikasolist an den Opernhäusern in Mailand, Essen und München.

„Lesung und Glasharmonika ergänzten sich im wahrsten Sinne des Wortes kongenial.
Großartig, wie Quast die Figuren mit wechselnden Stimmlagen auftreten lässt. Bei ihm wird die Sprache zum Instrument.
Eine in jeder Hinsicht phantastischen Lesung.“
(Schwäbische Zeitung)

„Gekonnt reizt Quast alle Nuancen der Vortragskunst aus. Sprachlich und stimmlich ist er ein Meister seines Fachs.“ (AZ Nürnberg)

In Baden-Württemberg ist E.T.A. Hoffmanns romantisches Märchen 2019 Schwerpunktthema im Abitur.

(Zeichnung: E.T.A. Hoffmann, „Selbstportrait statt Unterschrift“, Staatsbibliothek Berlin)